Die Grünen - Herzogenrath

Startseite

Danke an unsere Wählerinnen und Wähler!!

Der Landtag in NRW bleibt sozial!

Gemeinsam mit der SPD werden wir im Landtag die begonnene gute Zusammenarbeit fortsetzen.

Sylvia Löhrmann und Hannelore Kraft können die gute Teamarbeit weiterführen.

Bedanken möchten wir uns für die 10,78 % Zweitstimmen, die von den Herzogenrather Wählerinnen und Wählern abgegeben wurden!

 

 

Neuwahlen in NRW - auch eine Richtungsentscheidung zur Erneuerbaren Energie

Vorab: Die Energiewende wird kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche - fragt sich nur: wann? 

Entweder zu spät und daher schmerzhaft, wenn wir die Freunde der Raubbaukonzerne weiter ihre "vorne schönreden - hinten hässlich handeln" Politik treiben lassen, oder - man wird doch noch träumen dürfen - gerade noch rechtzeitig: Kraft der sich dynamisch entfaltenden neuen Technologien, mit kleinräumiger Energie-Autarkie auf der Basis der Erneuerbaren allenthalben, Elektromobilität aus der heimischen Solarsteckdose, gemütliche warme Wohnungen dank der minimierten Wärmeverluste und Langzeitspeichern auf Basis der Latentwärme. Utopie? Aber mitnichten.

Die Frage (Frau Merkel, Herr Röttgen!) ist halt: Legen wir los oder labern wir bloß?

Kein Bundesland ist so stark verwoben in die Kapital- und Machtstrukturen der "alten" Energiekonzerne. Kein Land sitzt näher am Hebel wenn es um die Energiewende, Strukturwandel und Klimaschutz geht. Denn hier im Rheinland lagert der Großteil der fossilen Energiereserven in Form von leicht "verstrombarer" Braunkohle.

Ginge es nach den alten "Energieriesen", dann würden die Strukturen der Energiegewinnung zwar weiter modernisiert, blieben aber prinzipiell unangetastet. Damit das funktionieren kann, müssten verschiedene Dinge gesichert werden: 

Selbstversorgung (bis hin zur Autarkie) der Verbraucher darf einen gewissen, geringen Anteil nicht übersteigen. Würde Strom flächendeckend lokal selbst erzeugt und verbraucht, wären Großkraftwerke überflüssig.

Effizienz darf ebenfalls nur im begrenzten Umfang zum Tragen kommen. Würden nämlich alle Verbraucher die neuen, Strom sparenden Technologien einsetzen, so würde der Absatz des Stromes um eine ganze Größenordnung (Faktor 10) einbrechen. Großkraftwerke würden überflüssig.

Netze müssen ausgebaut werden. Denn nur mit riesigen neuen Netztrassen wäre es möglich, Kapazitäten zur Gewinnung Erneuerbarer Energie (wie gehabt) zu zentralisieren, z. B. als Offshore-Großwindparks oder Wüsten-Solaranlagen. Wären solche zentralen Energie-Gewinnungsanlagen erst verfügbar, dann könnte der erzeugte Strom weiterhin im großen Stil verkauft werden. (Thermische) Großkraftwerke wären überflüssig. 

Speicherung darf nicht nah am Verbraucher erfolgen. Würden die Verbraucher selbst Vorräte anlegen (können), dann wären Sie in der Lage, Wind- oder Solarstrom von der Anlage am Ortsrand oder auf dem eigenen Dach aufzubewahren. Warum sollten sie dann für Strom etwas bezahlen? Na also. Großkraftwerke wären überflüssig.

Wie man leicht erkennt, sind die vier genannten Motive ziemlich deckungsgleich mit den derzeit in der öffentlichen Diskussion stets unisono als unumstößliche Wahrheiten verkündeten Erfordernissen der anstehenden Energiewende.

Klar erkennbar ist aber auch, dass es in Wirklichkeit zwei sehr verschiedene Sichtweisen auf diese Wahrheiten gibt: Diejenigen der großen Verkäufer von Energie und diejenigen der Verbraucher derselben.

Und das sind zwei extrem stark voneinander verschiedene Dinge! Hört schon jemand die Nachtigall klopfen?

Nehmen wir mal zwei viel gebrauchte Schlagworte heraus: Die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit.

Beide werden von der Energiewirtschaft und der schwarzgelben Regierung als Angstworte in der Energiedebatte eingesetzt und wollen suggerieren, dass eine Versorgung aus Erneuerbaren Energien unzuverlässig und teuer würde (was man allerdings fundiert bezweifeln kann).

Der Verbraucher soll sich also um seine Versorgung (und sein Geld) ängstigen, und - als Wähler - an die Heilsversprechen der Versorgungskonzerne klammern: So lange er seinen Strom bei denen kauft (klar, es kostet ordentlich was) muss er sich keine Sorgen machen.

Das leidige Klima-Problem werden die schon irgendwann irgendwie richten, z. B. mit der angekündigten CCS Technologie im großtechnischen Maßstab.

Das funktioniert zwar noch nicht, die Risiken sind auch überhaupt nicht absehbar und der Umwandlungswirkungsgrad der Kraftwerke verschlechtert sich noch weiter ... aber als mentale Beruhigungspille eignen sie sich schon mal.

Selbst "gestandene" Volkswirtschafts-Professoren wie z. B. Claudia Kemfert oder Hans-Werner Sinn, die regierungsnah stets etwas telegenen TV-Senf zu energiepolitischen Fragen beisteuern dürfen, glauben an diese Verheißungen und können bzw. wollen sich eine andere als eine zentralistische Stromversorgung nicht denken.

Nun hat der Verbraucher (die Verbraucherin) aber durchaus die Risiken und Nebenwirkungen erkannt:

Von der gigantischen Landschaftszerstörung durch Braunkohletagebaue über die bereits einsetzende Klimakatastrophe bis hin zur radiaktiven Mega-Verseuchung durch Atomunfälle wie in Tschernobyl und Fukushima.

Er / Sie weiss inzwischen: da muss es noch etwas anderes geben. 

Entlarven wir daher zunächst mal die wohlfeilen Worthülsen - betrachten wir sie dazu in der Umkehrung:

Versorgungssicherheit - Absatzgarantie für Großkraftwerke.

Bezahlbarkeit - Erhaltung des Geschäfts der Großkraftwerke.

So zugespitzt liegt auf der Hand: Geht man es konsequent und richtig an, dann muss so rasch wie möglich eine Vollversorgung aus dezentral gewonnenen Erneuerbaren Energien installiert werden, während gleichzeitig die Effizienz-Revolution greift. Spart man dann noch Energie, indem sie sinnvoll eingesetzt wird, dann wird ein erreichbares Ziel sichtbar, das die Versorgungskonzerne fürchten wie der Teufel das Weihwasser:

Stromgewinnung ohne Verbrennung von fossilen Rohstoffen (dito übrigens: Nahmobilität) und lokale Selbstversorgung zum Nahe-Null-Tarif.

Eine Energie-Flatrate ist technisch keine Utopie! Allein die Sonne liefert uns bis ans Ende der Zeiten mehr als genug.

Wer sich selbst versorgt und außer Anlagenkosten nichts zu bezahlen braucht hat die Energiewende schon geschafft.

NACHRICHTEN

Keine Nachrichten vorhanden.